Lebensbereich „Religion“

Alles kann Teil des Netzes werden, also auch unsere religiösen Erfahrungen. Wie aber teilt man religiösen Erfahrungen mit anderen in einem Post? Gibt es ein virtuelles Gemeindeleben? Was geht im Netz, was geht nicht: Gottesdienste feiern, Beten, Beichten?!

Online-Angebote für Seelsorge sind heute schon fast ein „alter Hut“. Warum sollte es nicht einen digitalen Friedhof geben? Findet der Heilige Geist den Weg in die sozialen Medien?

Der christliche Glaube lebt davon, dass erzählt wird, von den biblischen Geschichten bis zu den eigenen Erfahrungen. Wo könnte das besser geschehen als in den sozialen Medien, in denen sich Nachrichten in Windeseile verbreiten können?

Und täglich kamen tausende Freunde hinzu – virtuell ist das leichter möglich. Doch wenn jemand hinzukommt – wie lange bleibt er oder sie? Wer schnell kommt, kann auch schnell wieder verschwinden.

Was ist mit den Stillen im Lande, mit denen, die einer kontemplativen Frömmigkeit folgen – findet diese im Netz nicht mehr statt?

Manche religiösen Rituale brauchen Präsenz. So verweigert sich die Feier des christlichen Abendmahls modernen Kommunikationsmedien und virtuellen Gemeinschaften. Neuere Umfragen zeigen zudem: die Menschen kommunizieren bislang im Netz über vieles, doch religiöse Fragen sind noch eher selten.

5 Gedanken zu „Lebensbereich „Religion“

  1. Wolfgang Heinen

    Das wichtigste Ziel der Menschheit sollte es sein, von allem Religiösen, vor allem von Religion los zu kommen und diesen lediglich von Menschen zum Zweck der Machterlangung über andere Menschen ersonnenen Blödsinn endgültig als genau das zu enttarnen, was er ist. Nur dadurch wird es den Menschen wieder möglich werden, ihren Weg hin zu Gott zu finden, ihn als das zu erkennen, was er in Wahrheit ist, ihn zu verinnerlichen und sich so mit Gott zu vereinen. Dass von Vertretern der Religionen dies genau andersherum gesehen und propagiert wird, ändert jedoch nichts an der einzigen Wahrheit, die nur erkannt werden muss. Leider verhindert Religion ganz allgemein, egal welche Religion es auch sein mag, dass die Menschen zu dieser einzigen Wahrheit gelangen können. Schon die historische Person Jesus von Nazareth hat vor etwa 2000 Jahren versucht, den Menschen genau dies zu vermitteln. Ergebnis seiner Bemühungen war, dass er von den Vertretern der damals propagierten Religion in Zusammenarbeit mit den weltlichen Mächten grausam und brutal ermordet worden ist. Dass dann in seinem Namen im sogenannten Christentum eine ebenso borniert und überheblich propagierte neue Religion entstanden ist mit den aus ihr heraus permanent verübten Verbrechen gegen Menschlichkeit und vor allem gegen Gott, ist eine unfassbare Pervertierung des Lebenswerkes dieses Jesus in genau das, was er zu bekämpfen versucht hat. Niemand ist über die in seinem Namen permanent verübten Verbrechen mehr entsetzt als Gott. Es ist ein ganz besonders perfides Vorgehen aller Vertreter von Religion, genau das Gegenteil von Gottes Willen als Gottes Wort und Gottes Willen den Menschen aufzuzwingen, nur zur Manifestierung eigener Macht über die Menschen. Nur, wenn alles Geschwafel über Religion von dieser Erde verschwindet, endgültig und irreversibel, werden die Menschen die Chance haben, zu Gott zu finden und in Frieden und Freiheit ein mitmenschliches Zusammenleben zu erreichen.

    1. Hella Blum

      Guten Morgen Herr Heinen, in Ihrem Kommentar zu unserem neuen Blog-Beitrag „Religion“ machen Sie sehr grundsätzliche Anmerkungen zu Religion und Christentum und gehen damit letztlich über den Themenkreis dieses Blogs hinaus, der den Veränderungen unserer Lebensbereiche durch das Netz nachgeht. Ich denke, für Ihre grundsätzliche Anmerkungen wäre https://www.facebook.com/Forum.Naturwissenschaft.Theologie das geeignetere Forum für eine weiterführende Diskussion. Dieser Blog konzentriert sich ja nicht auf Glaube und Religion, sondern spricht ebenso ganz säkulare oder persönliche Bereiche an wie Wissen, Arbeit, Besitz, Heimat, Körper, Biographie etc. – herzliche Einladung, dort auch mit zu lesen und mit zu kommentieren.

      1. Wolfgang Heinen

        Guten Morgen Frau Blum,
        meine grundsätzlichen Anmerkungen zu Religion und auch Christentum passen überall hin, wo in unbeschränkter und umfassender Form über grundsätzliche Themen diskutiert werden kann. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, Sie würden meine Anmerkungen ganz genau lesen und zumindest versuchen, meinen Gedanken zu folgen und zu verstehen, was ich genau zu vermitteln versuche. Meine Anmerkungen erfolgen nicht aus einer Laune heraus, sondern sind der wohl durchdachte Versuch, die mir für die mir dazu geschenkte zusätzliche Lebenszeit seit Dezember 2009 übertragene Aufgabe zu erfüllen, den verheerenden Einfluss von Religion auf die Menschen und die damit verbundenen permanenten Verbrechen gegen die Menschlichkeit klar aufzuzeigen, damit die Menschen eine Chance erhalten, dies zu erkennen und nach Möglichkeit zu beenden. In dem von Ihnen genannten Facebook-<forum diskutiere ich seit längerer Zeit schon mit, kann aber nicht feststellen, dass dabei eine nützliche Diskussion mit argumentativ geführter Rede und Gegenrede erreichbar wäre. Auch hier in diesem Blog wird jede argumentativ vertiefze kritische Diskussion von vornherein abgeblockt, wie ich jetzt wieder feststellen muss.

        1. Hella Blum

          Abgeblockt – dem widerspricht das Faktische, denn Ihre Kommentare sind hier auf diesem Blog sehr wohl nachlesbar. Dennoch bleibe ich dabei, dass dieser Blog thematisch auf etwas anderes, nämlich auf Veränderungen unseres Alltags durch die neuen Medien, fokussiert, nicht auf eine grundlegende Debatte über die Berechtigung von Religion(en).

          1. Wolfgang Heinen

            Entschuldigung, drücke ich mich tatsächlich so unklar aus? Natürlich sind meine Anmerkungen lesbar, „abgeblockt“ bezieht sich ganz einfach auf die deutlich zu erkennende Ablehnung, meinen Argumenten mit Argumenten zu begegnen und darüber in eine Diskussion einzutreten, gerne kontrovers und mir widersprechend. Die Anmerkung, dass meine Argumente nicht in diesen Blog passen ist kein argumentativer Diskussionsbeitrag. Genau das will ich mit dem Verb „abgeblockt“ ausdrücken. Passend zum Thema „Auswirkungen der neuen Medien“ denke ich, dass diese Auswirkungen sehr positiv sind, weil sie eben dazu beitragen können, eine rege, vielleicht sogar anregende Diskussion über die engen Grenzen religiös motivierter, einschränkender Denkstrukturen hinaus möglich zu machen. Genau das wird jedoch durch in eben diesen engen Denkstrukturen gefangenen Menschen von vornherein abgeblockt. qed

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