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Wie wirkt sich das Web 2.0 auf unseren Umgang mit Wissen aus?

Stimmungsbild: Identität und Wissen

Wie verändern die digitalen Medien meinen Alltag?

01_Identität und Wissen_700Im Mai 2014 haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer Tagung „Hier stehe ich, ich kann nicht anders. Identitätssuche im digitalen Zeitalter“  zum Schluss der Tagung ihre  Standpunkte zu zehn Bereichen unseres Alltags zwischen online und offline jeweils in einem Koordinatennetz verortet.

Die Ausgangsfrage lautete jedes Mal:
Wie verändern die digitalen Medien meinen Alltag in diesem Bereich?
Die Fläche des für alle Bereiche gleichen Koordinatennetzes spannte sich auf zwischen den Polen „beeinflusst mich negativ“ – „beeinflusst mich positiv“ und den Polen „beängstigt mich“ – „motiviert mich“.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten auf transparenter Folie jeweils einen roten Klebepunkt in dieses vorgegebene Koordinatensystem. In einem weiteren Schritt wurden die Folien mit den Einzelvoten übereinander gelegt.  Es entstanden dabei erkennbare Cluster – sozusagen ein “Stimmungsbild” unter den Teilnehmenden.

Der Scan in diesem Blogbeitrag dokumentiert das Stimmungsbild zum Bereich „Identität und Wissen“.

Lebensbereich „Wissen“

Mit dem Internet hat ein neues Kapitel der globalen Wissensgeschichte begonnen. Noch nie war so viel Wissen für so Viele zugänglich, noch nie haben sich die Archive in dieser rasenden Geschwindigkeit vergrößert.

Phänomene wie Wikipedia haben nicht nur den Zugang zu den Informationen demokratischer gemacht, sie haben auch den Diskurs darüber, was wie erinnert werden soll geöffnet und auf die Schultern Vieler gelegt.

Mit dem NSA-Skandal der letzten Monate ist jedoch auch eine andere Seite des digitalen Archives zutage getreten: In systematischer und nahezu allumfassender Form sammeln Firmen und Regierungen Wissen über uns Netizens.

Es  geht nicht zu weit zu sagen, dass das der Umgang mit Wissen zu einer entscheidenden Merkmal des digitalen Zeitalters geworden ist. Wir sammeln und verbreiten es über soziale Netzwerke wie Facebook, navigieren es über Tools wie Google und haben uns daran gewöhnt, dass wir mit mobilen Geräten immer und überall die entscheidenden Informationen ,zur Hand haben‘. Die Zugänge zum Wissen verbreitern sich, sie werden immer weniger exklusiv.

Doch ändert sich nicht auch der Umgang mit dem Wissen? Wer bearbeitet schon noch ein Buch von Beginn bis Ende geduldig, immer bestrebt, die Gedanken zu durchdringen?

Wissen muss schnell verfügbar sein – nimmt unsere Fähigkeit zum Nachdenken ab? Was genau wissen wir, wenn wir wissen wer, wann, wie und wo? Werden wir zur Oberflächensurfer der Wissensbestände?